Gemeinschaftspraxis für Ästhetische Zahnheilkunde und Implantologie
Dr. med. dent. Christian Diez, Dr. med. dent. Doreen Diez
Lembecker Str. 5
45721 Haltern-Lippramsdorf

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Fax: (02360) 10 43 90
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News

Zahnärzte fordern Augenmaß bei Umsetzung der Corona-Impfpflicht

Die Thüringer Zahnärzte fordern von der Landesregierung und den Gesundheitsämtern der Landkreise erneut besondere Vorsicht und Augenmaß bei der Durchsetzung der Corona-Impfpflicht im Gesundheitswesen. Entscheidungen über Sanktionen oder gar Tätigkeitsverbote dürfen die zahnärztliche Versorgung vor allem im ländlichen Raum Thüringens keinesfalls gefährden.

„Alle Verantwortlichen in Land und Kommunen sollten ihren gesetzlichen Ermessensspielraum sensibel nutzen“, sagt Dr. Christian Junge, Präsident der Landeszahnärztekammer Thüringen. „Hierbei müssen die künftige Entwicklung der Pandemie und die sehr sicheren Hygienestandards in Zahnarztpraxen stets berücksichtigt werden. Derzeit jedoch beunruhigen ungeklärte Kontrollen und nicht absehbare Einschränkungen durch die lokalen Gesundheitsämter viele Zahnarztpraxen in Thüringen“, beklagt Junge.
Verlust von Personal und Praxisschließungen vor allem im ländlichen Raum befürchtet
Auch der Vorstandsvorsitzende der Kassenzahnärztlichen Vereinigung Thüringen, Dr. Karl-Friedrich Rommel, fürchtet, dass bei unbedachten Entscheidungen der Ämter gut ausgebildetes Assistenzpersonal unwiederbringlich verloren geht und Zahnarztpraxen dauerhaft schließen werden: „Die Behörden müssen sich im Klaren sein, dass bereits ein eingeschränkter Praxisbetrieb in kleineren Orten Thüringens die zahnmedizinische Versorgung der Bevölkerung nicht mehr im bisherigen Umfang und nicht mehr flächendeckend gewährleisten kann. Entsprechend müssen die Gesundheitsämter in jedem Einzelfall immer mit Blick auf die sichere zahnmedizinische Versorgung vor Ort entscheiden“, fordert Rommel.

Praxisinhaber müssen derzeit existenzielle Entscheidungen über das Weiterbestehen ihrer Praxen, einen vorgezogenen Ruhestand und die Weiterbeschäftigung ihrer Angestellten treffen. Sie selbst können jedoch kaum einschätzen, ob und in welchem Umfang die Gesundheitsämter in den Landkreisen tatsächlich Berufsausübungsverbote aussprechen werden. Bereits diese große Ungewissheit erhöht die Bereitschaft zur vorzeitigen Schließung von Praxen und Kündigungen von Arbeitsverträgen.
Deutschlandweit keine einzige Corona-Infektion aus einer Zahnarzt-Behandlung nachweisbar

Die Landeszahnärztekammer verweist zudem auf die sehr hohen Hygienestandards, mit denen Thüringer Praxen während der gesamten Pandemie die zahnmedizinische Versorgung aufrechterhalten haben. Deutschlandweit ist bis heute keine einzige Ansteckung aus einer zahnärztlichen Behandlung nachweisbar.

„Auch deshalb verstehen wir Zahnärzte nicht, warum Betroffene nun von Betretungs- und Beschäftigungsverboten bedroht werden. Unabhängig von der gesetzlichen Impfpflicht bleiben Patienten und Beschäftigte in unseren Praxen optimal vor Infektionen geschützt“, versichert Kammerpräsident Junge. Eine Impfpflicht jedoch steht dem eigenverantwortlichen und freiberuflichen Handeln der Zahnärzteschaft entgegen. „Es ist daher unbedingt notwendig, die Impfpflicht auf Landesebene mit Augenmaß umzusetzen sowie auf Bundesebene grundlegend zu überdenken“, fordert der 56-jährige Zahnarzt aus Friedrichroda.

Nach Auskunft des Thüringer Gesundheitsministeriums waren Ende Mai landesweit etwa 11.000 Beschäftigte in Einrichtungen des Gesundheits- und Pflegewesens als ungeimpft gemeldet. Über genaue Zahlen in Zahnarztpraxen haben Ministerium und Kammer keine verbindlichen Angaben.

04.08.2022 DGA | Quelle: Landeszahnärztekammer Thüringen

Zahnschmerzen im Urlaub

Oh nein, nicht jetzt! Schmerzende Zähne auf Reisen kann wirklich niemand gebrauchen. Gut zu wissen, wie man dann am besten reagiert: Die Bayerische Landeszahnärztekammer (BLZK) gibt Tipps, was Sie bei Zahnschmerzen im Urlaub tun können und wie Sie gut auf einen Zahnunfall vorbereitet sind.

Damit es erst gar nicht zu Zahnschmerzen im Urlaub kommt, sorgen Sie am besten vor: Gehen Sie drei bis vier Wochen vor der Reise zur Vorsorgeuntersuchung in Ihre Zahnarztpraxis. Dann kann der Zahnarzt oder die Zahnärztin Ihr Gebiss gründlich kontrollieren – und eventuell notwendige Behandlungen noch vor dem Urlaub durchführen. Außerdem können die Zähne und das Zahnfleisch gezielt im Hinblick auf geplante Urlaubsaktivitäten untersucht werden. Das ist zum Beispiel beim Tauchen wichtig, denn undichte Füllungen oder Kronen mit Lufteinschlüssen können beim Auftauchen durch den erhöhten Druck wehtun.
Zahnschmerzen auf Reisen

Manchmal lassen sich Zahnschmerzen im Urlaub trotz bester Vorbereitung leider nicht verhindern. Sind die Beschwerden nur leicht, kann es schon helfen, Kaffee, Zigaretten, sportliche Aktivitäten und Hitze zu vermeiden. Kühlende Umschläge können Schwellungen lindern und leichte Schmerzmittel die Zeit bis zum Zahnarztbesuch zu Hause überbrücken. Reichen diese Soforthilfe-Maßnahmen nicht aus, sollten Sie eine Zahnarztpraxis vor Ort aufsuchen – ebenso, wenn sich eine Krone löst oder ein Zahnunfall passiert ist. Fragen Sie Ihren Reiseveranstalter, das Hotelpersonal, bei der Touristeninfo oder in der Apotheke nach einer Praxis in der Nähe.
Zahnunfall im Urlaub

Beim Sport und wenn Kinder spielen und toben kann es leicht zu einer Zahnverletzung kommen. Dann ist es gut, im Urlaub eine Zahnrettungsbox dabeizuhaben, die in der Apotheke erhältlich ist. In diesem Behälter können ausgeschlagene Zähne oder Zahnstücke keimfrei aufbewahrt und in eine Zahnarztpraxis oder Zahnklinik transportiert werden – das sollte so schnell wie möglich passieren. Alternativ kann der Zahn für den Transport auch in kalte H-Milch gelegt oder in saubere Kunststofffolie (etwa Frischhaltefolie) gewickelt werden. Die gute Nachricht: Wird ein Zahn richtig aufbewahrt und schnell zahnmedizinisch versorgt, bleibt er meist erhalten.

Die Bayerische Landeszahnärztekammer bietet eine Schritt-für-Schritt-Anleitung mit Notfall-Tipps für den Zahnunfall zum Ausdrucken an. Sie passt zusammengefaltet in den Geldbeutel:

zahn.de/zahnunfall-faltkaertchen

Mehr Informationen zum Thema „Gesunde Zähne im Urlaub“ finden Sie auf der BLZK-Patientenwebsite unter

zahn.de/zahnschmerzen-urlaub

02.08.2022 DGA | Quelle: Bayerische Landeszahnärztekammer

Verbesserung folgt Verschlechterung

Erst seit Juli 2021 kann die Volkskrankheit Parodontitis (PAR) mit einer State-of-the-Art-Behandlung in der GKV durch die neue PAR-Behandlungsstrecke angegangen werden. Diese war das Ergebnis langer fachlicher Beratungen der Kassenzahnärztlichen Bundesvereinigung (KZBV) im Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA). Mit etwa 35 Millionen an einer Parodontitis Erkrankten in Deutschland und einer bereits vor Jahren festgestellten Unterversorgung war sie dringend notwendig. Dass diese Unterversorgung keine Lappalie war, liegt eben auch an der Bedeutung der chronischen Erkrankung Parodontitis als auslösender oder adjuvanter Faktor für gewichtige Allgemeinerkrankungen.

Auch durch die Aufklärungskampagne der Bundeszahnärztekammer paro-check.de gibt es nun eine gesteigerte Nachfrage nach Parodontitisbehandlungen in den Praxen.
Die chronische Erkrankung ist mit der neuen PAR-Behandlungsstrecke gut in den Griff zu bekommen, Schlimmeres kann verhindert werden. Prävention par excellence!
Allerdings soll dieser positive Trend nun schon wieder gestoppt werden. Die Gesetzespläne zum GKV-Finanzstabilisierungsgesetz (GKV-FinStG) setzen mit Sparmaßnahmen ausgerechnet an der Patientenversorgung an. Auch die neuen parodontologischen Behandlungen fallen in die geplante Budgetierung. Die PAR-Therapie wird dadurch gleich wieder ausgebremst. „Diesen langen und schweren Zug gleich an der ersten Steigung anzuhalten, riskiert, dass er gar nicht mehr anfahren kann“, so BZÄK-Präsident Prof. Dr. Christoph Benz. „Derzeit bereits für den Patienten genehmigte Leistungen der mehrjährigen Leistungsstrecke könnten unter der GKV-FinStG-Budgetierung dann nicht mehr erbracht werden. Auch ein Behandlungsbeginn bei neuen Patientinnen und Patienten wäre kaum noch möglich. Die BZÄK appelliert an das Bundesgesundheitsministerium, die Gesetzespläne zu modifizieren, es gibt etliche bessere Hebel, die Kosten zu senken. Strukturelle Änderungen oder bürokratische, unnötige Aufwendungen können den Haushalt entlasten.“

Die Zahnmedizin ist kein Kostentreiber im GKV-System. Seit 1980 ist ihr Anteil an den Gesamtausgaben um 58 Prozent gesunken. Hier zahlt sich Prävention direkt aus.
Große Gewinne werden hingegen an anderer Stelle aus dem Sozialsystem getragen: Ausländische Private–Equity-Unternehmen führen regelmäßig Gewinne aus Deutschland ab, häufig in Steueroasen. Fremdinvestoren mit ausschließlichen Kapitalinteressen sollten umgehend von Gründung und Betrieb medizinischer Versorgungszentren ausgeschlossen werden. Die ambulante Patientenversorgung durch niedergelassene Zahnärztinnen und Zahnärzte hingegen ist Fürsorge und Prävention statt Kostenfaktor.

28.07.2022 DGA | Quelle: Bundeszahnärztekammer

Ein Gesetzentwurf zu Lasten der Patienten und auf Kosten der Mundgesundheit in Deutschland

Im Rahmen der Anhörung zum Entwurf des GKV-Finanzstabilisierungsgesetzes hat die Kassenzahnärztliche Bundesvereinigung (KZBV) die geplanten Maßnahmen für den zahnärztlichen Bereich strikt abgelehnt und noch einmal eindringlich vor den massiven negativen Folgen für die zahnmedizinische Patientenversorgung in Deutschland gewarnt. Der Vorsitzende des Vorstands der KZBV, Dr. Wolfgang Eßer, forderte den Bundesgesundheitsminister mit Nachdruck auf, unter allen Umständen auf die Wiedereinführung einer strikten Budgetierung im Verbund mit Honorarkürzung zu verzichten.

"Die geplanten Maßnahmen sind nicht sachgerecht und völlig unverhältnismäßig! Nachweislich geht vom zahnärztlichen Versorgungsbereich keinerlei Ausgabendruck aus. Ganz im Gegenteil: Seit 2000 haben wir den Anteil der Ausgaben der Krankenkassen für zahnärztliche Leistungen von knapp 9 auf fast 6 Prozent in 2021 gesenkt und nach Abschaffung der Budgetierung in 2012 den eingeräumten Gestaltungsspielraum genutzt, um der Morbiditätsentwicklung in der Bevölkerung Rechnung zu tragen. Zugleich haben wir die Versorgung präventionsorientiert fortentwickelt, den zahnärztlichen Leistungskatalog im Einvernehmen mit Kassen und Patientenvertretung an den Stand der Wissenschaft angepasst und die Mundgesundheit auch für vulnerable Gruppen mit speziellem Behandlungsbedarf kontinuierlich verbessert. Wir haben unseren Beitrag zum Sparen mehr als geleistet!"

Eßer erinnerte an den Einsatz der Zahnärzteschaft und der Praxisteams während der Pandemie, in der unter hohem persönlichen Einsatz und Verzicht die zahnmedizinische Versorgung der Bevölkerung zu jedem Zeitpunkt vollumfänglich erhalten wurde. "Dieses vorbildliche Handeln jetzt faktisch auch noch bestrafen und Zahnärztinnen und Zahnärzte finanziell zusätzlich zu den aktuellen wirtschaftlichen Herausforderungen der Praxen belasten zu wollen, ist nicht nachvollziehbar, ja geradezu unverschämt. Will man Kooperationsbereitschaft und Vertrauen nachhaltig zerstören, dann ist man jetzt auf dem besten Weg!"

Eßer verdeutlichte am Beispiel der neuen Parodontitisrichtlinie die gravierenden Folgen für die Versorgung. Die strikte Budgetierung wird de facto zu Leistungskürzungen bei den Versicherten führen mit fatalen Folgen für die Mund- und Allgemeingesundheit der Bevölkerung. Gerade erst vom G-BA eingeführte präventionsorientierte Neuerungen im Rahmen einer wissenschaftlich basierten PAR-Therapie würden verunmöglicht, obwohl diese Leistungsverbesserungen den Versicherten gesetzlich zustehen und die dafür erforderlichen Mittel im G-BA konsentiert und vom Bundesgesundheitsministerium genehmigt worden sind. Das ist völlig unverantwortlich und in keiner Weise akzeptabel!"

Die Stellungnahme der Zahnärzteschaft zum GKV-Finanzstabilisierungsgesetz kann auf der Website der KZBV abgerufen werden.



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