Gemeinschaftspraxis für Ästhetische Zahnheilkunde und Implantologie
Dr. med. dent. Christian Diez, Dr. med. dent. Doreen Diez
Lembecker Str. 5
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News

Der bayerische Sonderweg ist richtig

Der bayerische Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU) hat angekündigt, dass aktuell Beschäftigte im Gesundheitswesen keinen Nachweis vorlegen müssen, wenn sie „geboostert“ sind, also eine dritte Corona-Schutzimpfung haben.

Laut Infektionsschutzgesetz des Bundes wären ab Oktober grundsätzlich drei Impfungen für alle in Arzt- und Zahnarztpraxen Tätigen verpflichtend. In Bayern sind dagegen weiterhin zwei Impfungen ausreichend. Lediglich bei Neueinstellungen ab Oktober 2022 gelten die verschärften Anforderungen des Infektionsschutzgesetzes.

Die Bayerische Landeszahnärztekammer (BLZK) und die Kassenzahnärztliche Vereinigung Bayerns (KZVB) begrüßen die nun erfolgte Klarstellung durch das bayerische Gesundheitsministerium.

„In den bayerischen Zahnarztpraxen gelten strenge Schutz- und Hygieneregeln, die eine Weitergabe des Coronavirus so gut wie ausschließen. Laut der Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege haben sich seit Beginn der Pandemie bundesweit nur 566 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Zahnarztpraxen bei der Berufsausübung infiziert – deutlich weniger als in anderen Bereichen des Gesundheitswesens. Angesichts von rund 360.000 Beschäftigten in unseren Praxen ist das eine Zahl, auf die wir stolz sein können. Die Zahnärzte können Hygiene“, so Christian Berger, Präsident der BLZK.

Da mittlerweile erwiesen ist, dass auch eine dritte Impfung nicht vor einer Infektion schützt, wäre die zusätzliche Bürokratie nicht nur eine Belastung für die Praxen, sondern auch medizinisch fragwürdig. BLZK und KZVB haben immer betont, dass die einrichtungsbezogene Impfpflicht nur in Verbindung mit einer allgemeinen Impfpflicht sinnvoll sei. Die Ungleichbehandlungen von Beschäftigten im Gesundheitswesen gegenüber anderen Branchen könne dazu führen, dass sich der Personalmangel verschärfe. Holetschek habe zu Recht darauf hingewiesen, dass die Versorgungssicherheit oberste Priorität habe. Dazu leistet das bayerische Vorgehen einen wichtigen Beitrag.

27.09.2022 DGA | Quelle: Bayerische Landeszahnärztekammer

Parodontitis erhöht Diabetes-Risiko - und umgekehrt

Parodontitis und Diabetes sind in Deutschland Volkskrankheiten: Rund 8,5 Millionen Menschen sind an Diabetes mellitus erkrankt, 35 Millionen Menschen haben eine Parodontitis, 10 Millionen davon mit schwerem Verlauf. Was viele Menschen nicht wissen: Es gibt gravierende Wechselwirkungen zwischen beiden Krankheiten. Menschen mit Diabetes haben ein 3-fach erhöhtes Risiko für eine Parodontitis. Und Diabetikerinnen und Diabetiker sind nicht nur häufiger von Parodontitis betroffen, der Verlauf ist schwerer und sie verlieren mehr Zähne als Menschen ohne Diabetes.
 
BZÄK und BVND starten Kooperation

Um die Patientinnen und Patienten über diese Zusammenhänge aufzuklären, haben der Bundesverband der Niedergelassenen Diabetologen (BVND) und die Bundeszahnärztekammer (BZÄK) im Rahmen ihrer Aufklärungsarbeit eine Kooperation gestartet, die besonders jene Menschen erreichen soll, die aufgrund ihrer Vorerkrankungen höheren Risiken ausgesetzt sind. Getreu dem Motto „an jedem Zahn hängt ein ganzer Mensch“ sollen die Wechselwirkungen von Diabetes und Parodontitis in den Fokus gerückt werden.

„Wir freuen uns sehr über die Zusammenarbeit mit der Bundeszahnärztekammer, denn 75 Prozent aller Menschen mit Diabetes leiden unter Entzündungen an der Mundschleimhaut. Ein Drittel davon hat eine schwere Parodontitis. Viele Menschen kennen diese Zusammenhänge nicht und deshalb ist es wichtig, gemeinsam durch mehr Aufklärung die Gesamtgesundheit unserer Patientinnen und Patienten zu verbessern“, so Dr. med. Nikolaus Scheper, Vorstandsvorsitzender des BVND.
 
Studien belegen Wechselwirkung

Studien weisen darauf hin, dass Parodontitis und Diabetes sich gegenseitig negativ beeinflussen. Ein chronisch erhöhter Blutzuckerspiegel begünstigt die Entstehung einer Parodontitis. Wenn der Blutzuckerspiegel schlecht eingestellt ist, kommt es vermehrt zu Ansammlungen entzündungsauslösender Stoffe im Mund, die wiederum Infektionen auslösen. Durchblutungsstörungen führen außerdem zu einer schlechteren Immunabwehr und Wundheilung. Umgekehrt kann eine Parodontitis durch die chronische Entzündung zu einer Insulinresistenz und damit einer Verschlechterung der Blutzuckereinstellung sowie Komplikationen führen. Kurz: Ist ein Diabetiker gut eingestellt, trägt er kein erhöhtes Risiko im Vergleich zu einem Nichtdiabetiker und eine erfolgreiche Parodontitis-Behandlung wirkt sich positiv auf den Diabetes aus.

„Während sich einige Risikofaktoren einer Parodontitis gut beeinflussen lassen, zum Beispiel durch Mundhygiene oder Rauchverzicht, gibt es andere Faktoren, die nicht oder nur schwer beeinflussbar sind, beispielsweise bestehende Grunderkrankungen“, so Dr. Romy Ermler, Vizepräsidentin der BZÄK. Umso wichtiger seien hier die entsprechenden Behandlungen durch die Fachärztinnen und Fachärzte der Zahnmedizin und Diabetologie. „Diabetes und Parodontitis sind Systemerkrankungen und gehen über Organ- und Fachgrenzen hinaus. Umso wichtiger ist ein ganzheitlicher Behandlungsansatz. Menschen mit Diabetes sollten ihre Zahnärzte darüber informieren und regelmäßig zur Vorsorge gehen. Denn je früher eine Parodontitis erkannt wird, desto besser für die Behandlung.“
 
Beide Krankheiten können behandelt werden

Eine rechtzeitige Behandlung der Parodontitis und ein gut eingestellter Blutzucker zahlen sich aus: Das Risiko einer Nierenerkrankung ist für Diabetiker mit schwerer Parodontitis um bis zu 8,5-fach erhöht. Zudem besteht ein 2,3-fach höheres Risiko, an einer Erkrankung der Herzkranzgefäße zu sterben im Vergleich zu Diabetespatienten ohne oder mit leichter Parodontitis. Die gute Nachricht: Beide Krankheiten lassen sich behandeln bzw. einstellen.

22.09.2022 DGA | Quelle: Bundeszahnärztekammer

Raus aus der Zuckertüte, rein in die Brotdose?

Die ersten spannenden Schultage sind geschafft, die Schultüte ist ausgepackt und sicher waren unter all den Stiften, Kuscheltieren und Spielsachen auch jede Menge Süßigkeiten zu finden. Keine Frage: Schokolade, Gummibärchen & Co. sind lecker und hin und wieder kann man sie natürlich auch genießen. Doch in der Brotbüchse sollte man darauf verzichten, denn Zucker ist der Kariesverursacher Nummer 1. Er greift die sensiblen Kinderzähne an und kann sie schwer beschädigen.

So geht ein gesundes und leckeres Frühstück

Auf Zucker zu verzichten heißt nicht, dass gähnende Langeweile in der Brotbüchse herrschen muss. Frisch geschnittenes Obst und knackige Gemüsespieße sind leckeres Fingerfood und ganz einfach zuzubereiten. Vollkornbrot mit Käse oder Wurst geben Kraft für den Tag und sind viel besser für die Zähne als Honig oder Marmelade. Dazu noch ein paar Nüsse oder zuckerfreie Knabbereien – fertig ist das zahngesunde Frühstück.
Dr. Thomas Breyer, Präsident der Landeszahnärztekammer Sachsen, ergänzt: „Auch bei der Auswahl der Getränke sollte man aufpassen. Eistee, Saft oder Limo enthalten deutlich mehr Zucker, als viele denken. Wasser und ungesüßte Tees sind die besseren und gesünderen Durstlöscher.“

Da geht noch mehr

In Deutschland sind mittlerweile 80 % der 12-Jährigen kariesfrei. Damit nehmen wir weltweit einen Spitzenplatz ein. Das soll auch so bleiben. Eine zahngesunde Ernährung ist dabei ein ganz wichtiger Baustein. Worauf man sonst noch achten sollte? Dr. Breyer weiß es: „Die Zähne sollten mindestens zweimal täglich mit einer flouridhaltigen Zahnpasta geputzt werden. Und wenn Zahnärztinnen und Zahnärzte die Kinder einmal im halben Jahr zur Kontrolle in ihren Praxen sehen, ist der Grundstein für ein gesundes Gebiss gelegt.“ 

Zahnmedizinische Gruppenprophylaxe

In Deutschland sind 80 Prozent der 12-Jährigen kariesfrei. Dieser internationale Spitzenwert ist kein Zufall. Entscheidend dazu beigetragen hat das reichweitenstärkste Präventions- und Gesundheitsförderungsangebot für Kinder und Jugendliche in der Geschichte der Bundesrepublik: die zahnmedizinische Gruppenprophylaxe.

Der Tag der Zahngesundheit 2022 stellt unter dem Motto „Gesund beginnt im Mund - in Kita & Schule“ dieses Erfolgsmodell in den Mittelpunkt und weist zugleich auf die Herausforderungen hin, vor denen es zurzeit steht.
Flächendeckend und altersgerecht informieren

Aktuell nehmen rund 4,6 Millionen Kinder und Jugendliche an der Gruppenprophylaxe teil, oft sogar mehrmals pro Jahr. Zentrale Inhalte sind die aktive Vermittlung einer kindgerechten und effektiven Mundhygiene, Ernährungsbildung, Fluoridierungsmaßnahmen zur Zahnschmelzhärtung und zahnärztliche Vorsorgeuntersuchungen in den Einrichtungen. „Die Gruppenprophylaxe ist eine Erfolgsgeschichte, denn sie erreicht in Kita und Schule alle Kinder. Das ist ein großer Vorteil, wenn etwa im Elternhaus die Mundgesundheit nicht ausreichend unterstützt wird. Ungleiche Startchancen werden so abgemildert“, sagt Dr. Michael Kleinebrinker vom Spitzenverband der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV-Spitzenverband) anlässlich des Tags der Zahngesundheit 2022.

Dass es besonders wichtig ist, früh Impulse für einen gesunden Lebensstil zu setzen, unterstreicht Dr. Christian Rath, Geschäftsführer des Vereins für Zahnhygiene (VfZ): „Der Bildungsauftrag für Kinder beinhaltet auch deren Heranführung und Anleitung zu guter Mundhygiene und guter Ernährungsweise. Kinder lernen durch Wiederholung und so wird beispielsweise aus dem täglichen Anleiten zum Zähneputzen in der Kita eine Routine, die die Kinder für ihr ganzes Leben erwerben und davon enorm profitieren.“
Lust machen auf ein gesundes Leben

Gute Zahngesundheit ist nicht in Stein gemeißelt. Vor diesem Hintergrund ist unter anderem die Zunahme der frühkindlichen Karies in Deutschland besorgniserregend. Bundesweit sind 10 bis 15 Prozent der unter 3-Jährigen davon betroffen. Um diese vermeidbare Erkrankung in allen Altersgruppen zurückzudrängen, ist es notwendig, Kinder und Jugendliche kontinuierlich im Rahmen der Gruppenprophylaxe für einen gesunden Lebensstil zu motivieren. Von zentraler Bedeutung seien hier Eltern sowie Erzieherinnen und Erzieher in den Kitas, betont die Deutsche Arbeitsgemeinschaft für Jugendzahnpflege e.V. (DAJ) als Dachorganisation der Landesarbeitsgemeinschaften, die die Gruppenprophylaxe maßgeblich umsetzen.

In ihren im Jahr 2020 zusammengefassten Empfehlungen zur zukünftigen Weiterentwicklung der Gruppenprophylaxe fordert die DAJ, dass die Mundgesundheitsförderung Bestandteil jedes Kita- Konzeptes sein muss. Dabei geht es primär um die Ritualisierung der Mundhygiene mit fluoridhaltiger Zahnpasta gemeinsam mit den Bezugserzieherinnen und Bezugserziehern der Kinder. „Wir sind der festen Überzeugung, dass Veränderung im Verhalten, aber auch gleichzeitig Veränderungen in den Verhältnissen, bei denen die Gruppenprophylaxe durch die breit angelegte Aufklärung und Anleitung eine zentrale Rolle einnimmt, die Erfolge bei der Mundgesundheit sichern, im Milchgebiss ebenso wie im bleibenden Gebiss“, sagt Prof. Dr. Dietmar Oesterreich, alternierender Vorsitzender der DAJ.
Jetzt erst recht!

Die Coronapandemie hat sich sehr negativ auf die Durchführung der Gruppenprophylaxe ausgewirkt. So wurden zeitweise in vielen Gemeinschaftseinrichtungen die Aktivitäten vollständig eingestellt. In vielen Kitas etwa entfiel das gemeinsame Zähneputzen in den Gruppen – teilweise bis heute. Zahlreiche Fallberichte weisen in der Folge auf eine deutliche Vernachlässigung der Mundhygiene und ein gesundheitsgefährdendes Ernährungsverhalten bei Kindern hin.

Das „Rad der zahnmedizinischen Prävention und Gesundheitsförderung“ bei allen Kindern und Jugendlichen dürfe deshalb niemals stillstehen, mahnt der Bundesverband der Zahnärztinnen und Zahnärzte des Öffentlichen Gesundheitsdienstes (BZÖG). Er ist neben der DAJ der zweite wichtige Akteur für die Durchführung der Gruppenprophylaxe auf kommunaler Ebene. Das treffe gerade mit Blick auf Kinder aus sozio-ökonomisch schlechter gestellten Familien zu, führt der BZÖG in seinem Statement zum Tag der Zahngesundheit 2022 aus: „Zahngesundheitliche Chancengleichheit lässt sich mithilfe einer flächendeckenden Gruppenprophylaxe sehr wirkungsvoll umsetzen, wie die Erfahrungen zeigen. Die gruppenprophylaktische Förderung der Mundgesundheit in Kita und Schule ist effektive Prävention und Gesundheitsförderung von Anfang an.“ Auch die DAJ erwartet ein klares politisches Signal für die Unterstützung von Gesundheitsförderung und Prävention, die pandemiebedingt einen wesentlich größeren Raum einnehmen muss.
Wieder auf volle Fahrt gehen

Der Tag der Zahngesundheit unterstützt diese Forderungen und setzt sich dafür ein, dass die an Kitas und Schulen durchgeführten Maßnahmen zur Gruppenprophylaxe wieder volle Fahrt aufnehmen – und auch in Zukunft nicht nachlassen. Eine weitere Forderung ist es, dass der Staat dem Fachkräftemangel in den Einrichtungen begegnet. Nur, wenn es genug Erzieher und Erzieherinnen gibt, können die Maßnahmen der Gruppenprophylaxe – allen voran das tägliche Zähneputzen – wie gewohnt stattfinden und die Mundgesundheit der Kinder auf eine stabile Basis gestellt werden. Das unterstreicht auch Prof. Dr. Christoph Benz, Präsident der Bundeszahnärztekammer (BZÄK): „Der Tag der Zahngesundheit 2022 ist der Gruppenprophylaxe gewidmet. Die Botschaft lautet: Mundhygiene in und nach Zeiten von COVID-19 – jetzt erst recht! In der Gruppenprophylaxe arbeiten Hygieneprofis mit Expertise im Infektionsschutz. Durch den engagierten Einsatz aller Mitarbeitenden in der Gruppenprophylaxe – die bei Kindern und Jugendlichen von erheblicher Bedeutung ist – wird somit auch die Hygieneerziehung gefördert.“

15.09.2022 DGA | Quelle: Bundeszahnärztekammer



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